Große Barbara II
Ident. Nr.: B III 154
ObjID: obj:960905
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1939 (Guss vor 1943)
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Große Barbara IIÜbersetzung: Tall Barbara II
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1941Dr. Adelheid Clausen, Halle/Saale,
1940–31.3.1975 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 178 x 52 x 50 cm (inkl. Plinthe)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960905
Objektbeschreibung
Die „Große Barbara II“ ist ein Unikat, da weitere Güsse durch den kriegsbedingten Verlust des Gipsmodells nicht mehr angefertigt werden konnten. Ähnlich der „Schwimmerin“ (B II 44) entstand die Figur in einem jahrelangen Werkprozes. Den Ausgangspunkt bildete die 1934 nach Marcks’ Tochter Brigitte (1916–2011) modellierte Plastik „Kleine Barbara“ (WVZ Rudloff 1977, 293), es folgten 1939 die „Große Barbara I“ (WVZ 296) und die „Große Barbara II“, die gegenüber ihren Vorgängerinnen eine zunehmende Geometrisierung der Einzelvolumina aufweist, um, wie der Künstler 1938 an seine Tochter schrieb, zu einer „klassischen Lösung“ zu kommen (Brief vom 2.12.1938, in: Gerhard Marcks, 1889–1981. Briefe und Werke, München 1988, S. 102). Dass auch diese Lösung zu progressiv für ihre Zeit war, verdeutlicht das 1937 verhängte Ausstellungsverbot der „Kleinen“ und der „Großen Barbara“ (Reichskammer der bildenden Künste an Gerhard Marcks, 17.12.1937, in: ebd., S. 98). In der Ablehnung vonseiten der Nationalsozialisten und in Marcks’ stringent entwickelter künstlerischer Haltung sah später die Nationalgalerie (West) gewichtige Gründe, um ihre bedeutende Sammlung von Marcks-Plastiken aus den 1930er-Jahren weiter auszubauen: „Ich halte diesen Ankauf auch deshalb für wünschenswert, weil der Künstler während der Nazizeit einer der Hauptvertreter einer humanen und menschlich verinnerlichten Bildhauerkunst gewesen ist, und weil er diese Grundhaltung über alle Modernismen hinweg bis heute bewahrt und weitergeführt hat“ (Stellungnahme von Willi Geismeier an die Generaldirektion, 13.3.1975, SMB-ZA, II A/NG 309). | Yvette Deseyve
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de