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Verhör in Algerien

Ident. Nr.: B III 7

ObjID: obj:961031

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Jenny Wiegmann Mucchi (1895 - 1969),
Künstler*in
Datierung
1958/1959
Weitere Titel
Sammlungstitel: Verhör in Algerien
Übersetzung: Interrogation in Algeria
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 176,5 x 50 x 39 cm
Erwerbung
1963 Ankauf von der Künstlerin, Berlin (Ost)

Objektbeschreibung

Als diese Skulptur entstand, lebte Wiegmann-Mucchi wieder teilweise in Berlin. Im Stadtteil Spandau war sie geboren worden und hatte Anfang der 1920er-Jahre die Kunstgewerbeschule in Charlottenburg besucht. Nach Stationen in Rom, Paris und Mailand, wo sie nicht nur künstlerisch tätig war, sondern sich auch aktiv im Widerstand gegen den Faschismus engagiert hatte, pendelte sie seit 1956 zusammen mit ihrem Mann, dem Künstler Gabriele Mucchi, zwischen Mailand und Ost-Berlin. Eine der internationalen Unabhängigkeitsbewegungen in den 1950er-Jahren, die Wiegmann-Mucchi mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgte, war jene im französisch besetzten Algerien. In Erinnerung an eigene Erlebnisse in Italien während der deutschen Besatzung schuf sie die lebensgroße Statue „Verhör in Algerien“. Eine schmale Frauengestalt im einfachen Kleid steht fest und gerade auf dem Boden, ihre Füße sind nackt und die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Mit erhobenem Kopf blickt sie nach vorn, Körperhaltung und Gesichtsausdruck spiegeln verhaltenen Stolz wider. Bei näherer Betrachtung ist eine spröde, deutlich akzentuierte plastische Bearbeitung der Oberfläche zu sehen, die als Verweis auf die große Anspannung der Frau gedeutet werden kann. Laut Gabriele Mucchi erinnert die Frauenfigur an die junge algerische Partisanin Djamila Bouhired, die zu dieser Zeit vor dem französischen Militärtribunal angeklagt worden war. (Jenny Wiegmann-Mucchi 1895–1969, Ausst.-Kat., Berlin, 1992, S. 13) | Angelika Weißbach

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Un-Quadrat rot

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