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Die Heiligen Drei Könige II

Ident. Nr.: F.V.

ObjID: obj:961383

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Albert Ebert (1906 - 1976),
Künstler*in
Datierung
1955
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Heiligen Drei Könige II
Übersetzung: The Three Kings II
Material / Technik
Öl auf Hartfaser
Abmessungen
Höhe x Breite: 39,5 x 55 cm
Erwerbung
Seit 1957 Dauerleihgabe des Hauptvorstandes der CDU (DDR)

Objektbeschreibung

Von dem Bild hat sich eine erste Fassung von 1954 erhalten (WVZ Brade 54-20). Das vorliegende Werk ist größer und zeigt eine weiträumigere Landschaft. Die Könige sind mit großem Gefolge dem hell erleuchteten Stall entgegengezogen. Über dem Stall steht der Weihnachtsstern, der sie dorthin geleitet hat. Das Bild ist in Blau gehalten, Gelbtöne verdeutlichen das Licht, das Gold der Kronen und andere Metalle. Die Purpurmäntel der Könige vor dem Stall setzen einen roten Farbakzent, die Gewänder der Männer aus dem „Morgenland“ einen weißen. Entstanden ist eine poetische, reiche erzählerische Darstellung. Im Februar 1957 fand eine erste Ausstellung der Werke von Ebert im Pavillon der „Berliner Zeitung“ statt. Werner Schmidt, damals Assistent des 80-jährigen Direktors der Nationalgalerie (Ost), Ludwig Justi, der sich zu einem Besuch der Ausstellung hatte überreden lassen, schilderte die Genese der Erwerbung: „Er betrachtete jedes Stück aufmerksam, gewann zunehmend Freude an den köstlich fabulierenden Bilderzählungen, sodaß er schließlich zwei Gemälde für die Nationalgalerie auswählte, […] ‚Heizers Geburtstagsständchen‘ als zauberhafte Verklärung des Alltags mit feinen Grauwerten und die ‚Ankunft der Heiligen Drei Könige‘ als Vergegenwärtigung der biblischen Mär mit prunkendem Farbklang.“ (Helmut Brade [Hrsg.], Albert Ebert, Leipzig 2001, S. 9) Das zweite der Bilder befand sich schon im Besitz des Generalsekretärs der CDU (DDR), Gerald Götting, der es auf Bitten Justis als Dauerleihgabe in die Nationalgalerie gab. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz