Im Alten Stadtteil, Numero drei und dreissig
Ident. Nr.: NG MB 120/2000
ObjID: obj:961968
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1923
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Im Alten Stadtteil, Numero drei und dreissigÜbersetzung: In the Old Quarter, Numero Thirty-Three
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1923Neue Kunst - Hans Goltz, München,
396548Zwemmer Gallery, London,
396549Paul Willert, London,
396553Nachlass/Vermächtnis: Nachlass Paul Willert, London,
1968The Mayor Gallery, London,
vermutlich spätestens 1998 - 6.7.1999Waddington Galleries Ltd., London,
1999Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
6.7.1999–2000 - Material / Technik
- Aquarell auf Papier auf Karton, mit Aquarell und Feder eingefasst, unten mit Randstreifen in Tusche
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 23,5 x 17,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961968
Objektbeschreibung
„Im Alten Stadtteil, Numero drei und dreissig“ hängt der Mond bleich über einem verwahrlosten Stadtviertel. Die Häuser ertrinken fast in einem schmutzigen, hingetuschten Rot-Braun und Schwarz, wäre nicht hier und da ein fahles Gelb, Grün und Rot, das hinter den Fenstern und von der Straße her in einem zwischen Tag und Nacht entrückten Lichte aufschiene. Eine gespensterhafte Szene, die im Drinnen wie im Draußen der Anwesenheit des Menschen ganz entbehrt und einen alten, romantisch anmutenden Stadtteil suggeriert, dessen Tage längst gezählt sind. In einen der Giebel hat Klee die rätselhafte Zahl „33“ eingeschrieben. Doch was soll diese hier, „Im Alten Stadtteil“, bedeuten? Die „33“ ist die Zahl für die Lebensjahre Jesu, und sie kann für die Gesänge in Dante Alighieris (1265–1321) „Göttlicher Komödie“ stehen. Doch an dergleichen hat wohl Klee bei seiner Bildgestaltung kaum gedacht, dafür aber den drohenden Romantizismus des Sujets mit der Abstraktheit der offenen Zahlenkombination „33“ konterkariert: Bei der Kunst „[d]en Ton auf das Schöne allein zu legen, kommt mir vor wie eine Mathematik, die sich nur mit den positiven Zahlen befaßt“ (Paul Klee, Eintrag von 1906, in: ders., Tagebücher, 1898–1918, Köln 1979, S. 209, Nr. 759). Klee hat sein Aquarell auf einen schwarzen Karton aufgezogen, womit er den Charakter seines Notturnos nachhaltig unterstrich. | Roland März
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Einrichtung:
Museum Berggruen