Lux Ex Oriente
Ident. Nr.: B 1334
ObjID: obj:962753
1991 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1959
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1959–1974Sammlung Esther Gottlieb,
1974–1988Adolph and Esther Gottlieb Foundation, New York,
1988–1991 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 229 x 152,5 cm
- Erwerbung
- 1991 Ankauf durch das Land Berlin von der Adolph and Esther Gottlieb Foundation Inc., New York, aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962753
Objektbeschreibung
Die Leinwand ist in zwei Zonen geteilt: Oben schwebt ein Fleck, hell und sandfarben; unten dominiert ein wirbelnder graugrüner Kreis. Der Hintergrund ist monochrom in Beige gehalten. Gottlieb vereint in diesem Bild Gegensätze wie Geschlossenheit und Aufbruch, Leere und Fülle, Licht und Dunkelheit, Sonne und Erde zu einer harmonischen Einheit. Das Werk ist eines der seltenen großen „Burst-Paintings“, die einen Höhepunkt in Gottliebs Œuvre darstellen. Er begann die Serie dieser Explosionsbilder um 1957 und führte sie bis zu seinem Tod fort. Damit prägte er unter den Abstrakten Expressionisten einen neuen Stil. In diesen Werken visualisiert Gottlieb künstlerisch die Gleichzeitigkeit von Polaritäten. Das Jahr 1959, in dem Gottlieb „Lux Ex Oriente“ (Licht aus dem Osten) malte, war dominiert von wichtigen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen: In Kuba siegte die Revolution unter Fidel Castro, der Dalai Lama floh aus Tibet nach Indien, das erste Luftkissenfahrzeug überquerte den Ärmelkanal, eine sowjetische Sonde fotografierte erstmals die Rückseite des Mondes, und das Guggenheim Museum in New York wurde eröffnet. Dort fand 1968 Gottliebs erste große Retrospektive statt. Das Gemälde in der Nationalgalerie war das erste Werk von Gottlieb, das für eine europäische Sammlung angekauft wurde. | Eva Keller
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de