Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1954
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Die VerkündigungÜbersetzung: The Annunciation
- Material / Technik
- Öl auf Sperrholz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 14,5 x 13,5 cm
- Erwerbung
- Seit 1957 Dauerleihgabe des Hauptvorstandes der CDU (DDR)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966223
Objektbeschreibung
Erst mit 40 Jahren fand Ebert zur Kunst. Nach einer Kriegsverletzung unternahm er im Lazarett erste Malversuche. 1946 besuchte er kurzzeitig die Malklasse von Carl Crodel an der Kunstschule Burg Giebichenstein seiner Heimatstadt Halle, später war er als Heizer an dieser Institution tätig. Crodel bescheinigte Ebert 1956 einem Käufer gegenüber „eine Primitivität Rousseauscher Prägung“ (Helmut Brade [Hrsg.], Albert Ebert, Leipzig 2001, S. 170 f.). So drückte dieser seine Bewunderung für Eberts naiv poetische Bilder aus, die in oft edelsteinartiger Farbigkeit auf meist kleine Holztafeln gemalt sind. Bei einem Restaurierungslehrgang an der Burg Giebichenstein 1951/1952 hatte Ebert die altmeisterlichen Techniken erlernt, die er bewunderte. Zu den frühen Sammlern und Förderern gehörte der ebenfalls aus Halle stammende Gerald Götting, seit 1949 Generalsekretär der CDU (DDR). Nach der Teilnahme Eberts an der Ausstellung „Christliches Kunstschaffen“ in Weimar 1956 erhielt er bis 1961 monatliche Zuwendungen von der CDU, die ihn aus bedrängender finanzieller Not befreiten. Allerdings wurde sein Parteibuch – Ebert war als ehemaliges SPD-Mitglied 1946 in die SED übernommen worden – nach dieser Ausstellung von der SED-Stadtleitung Halle eingezogen. Die Bilder „Verkündigung der Hirten auf dem Felde“ und „Ankunft der Heiligen Drei Könige“ erwarb der Hauptvorstand der CDU (DDR) 1957. Ebert hat immer wieder christliche Themen gestaltet, ohne Tiefsinn, aber auch ohne Sentimentalität, er hat farbige Bilder imaginiert. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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