Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1972 (Guss 1976)
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Einzelfigur mit ZeichnungÜbersetzung: Single Figure with Drawing
- Material / Technik
- Email auf Aluminium
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 58 x 30 x 24,5 cm
- Erwerbung
- 1976 Schenkung vom Künstler anlässlich der Ausstellung "Freunde danken Werner Haftmann"
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966950
Objektbeschreibung
Im Zuge der Ausstellung „New Aspects of British Sculpture“ auf der Biennale von Venedig 1952 belegte der Kunsthistoriker Herbert Read die britische Nachkriegsbildhauerei mit dem Begriff „Geometrie der Angst“, einem Terminus, von dem sich der dort gezeigte Armitage mit seiner gemeinhin meist zuversichtlichen, humorvollen Sicht auf und Interesse am Menschlichen zeitlebens immer wieder abgrenzen musste. Die „Einzelfigur mit Zeichnung“, welche die Nationalgalerie 1976 vom Künstler erhielt, zeigt darüber hinaus dessen spielerische Freude am Ausprobieren bildnerischer Mittel. Sowohl der Gebrauch von Paravents, etwa um seinen Studiobereich vom umliegenden Raum abzuschirmen, als auch die Vertrautheit mit Flugzeugtragflächen aus seiner Kriegserfahrung sind biografische Bezugspunkte für die Arbeit mit Schirmen, „Screens“: Leicht, stabil und großformatig können sie als Hintergrund, Abgrenzung, zum Schattenspiel oder als Projektionsfläche dienen. Während eines DAAD-Stipendiums 1967 in West-Berlin begann Armitage mit der Kombination von Modellen, Screens und Zeichnungen, wie in der Arbeit von 1972. Die weiß emaillierte, gesichtslose Figur mit lediglich in den Haarpartien schwarz gezeichneten Stellen tritt vor einem Schirm hervor, auf dem drei Figuren mit Gesichtern zu erkennen sind. Ideenreich lotet Armitage die gestalterische Bandbreite der Bildhauerei aus und bleibt in seiner Auseinandersetzung mit der Darstellung des Menschen verbunden. | Sintje Guericke
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de