Le chat
Ident. Nr.: NG MB 94/2000
ObjID: obj:960149
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1951
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Le chatDie KatzeÜbersetzung: The Cat
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
1983–2000Leihe: Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz,
1996–2000 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 25 x 81 x 13 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960149
Objektbeschreibung
Galt Giacomettis primäres künstlerisches Interesse stets der menschlichen Gestalt, so markierten die Vorbereitungen seiner Einzelausstellung in der Galerie Maeght in Paris 1951 eine vorübergehende Erweiterung dieser Fokussierung: Dort präsentierte der Künstler unter anderem den Gips „Die Katze“, von dem er im Laufe der 1950er-Jahre Bronzen gießen ließ. Zusammen mit zwei als „Der Hund“ betitelten Figuren (beide ebenfalls 1951, Alberto Giacometti Database 747, 1679 und 4354) sowie einigen zeichnerischen Auseinandersetzungen mit der tierischen Gestalt belegt „Die Katze“ Giacomettis künstlerische Reflexion alltäglicher Begegnungen mit Tieren. So stand ihm etwa die Katze seines Bruders Diego besonders deutlich vor Augen: „Ich hatte Diegos Katze so oft gesehen, wenn sie morgens, bevor ich aufstand, durch das Schlafzimmer zu meinem Bett kam, dass ich eine genaue Vorstellung von ihr hatte. Ich musste die Katze nur machen. Aber allenfalls der Kopf kann eine gewisse Lebenstreue beanspruchen, denn wenn sie zu meinem Bett kam, sah ich sie immer von vorn.“ (zit. nach: James Lord, Alberto Giacometti. Ein Portrait, Frankfurt am Main u. a. 1984, S. 45) Der ausformulierte Kopf der Katze steht im Kontrast zur Reduktion ihres Körpers auf eine dominierende horizontale Linie, die sich in den Schwanz des Tieres verlängert und durch die parallel verlaufende Plinthe zusätzlich akzentuiert wird. In dieser Konzentration auf die Linie wird eines der grundlegenden Prinzipien Giacomettis in seiner Beschäftigung mit menschlichen Körpern auf jenen der Katze übertragen. | Veronika Rudorfer
Letzte Aktualisierung: 20.05.2026
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Museum Berggruen