Stillleben mit Pfeife (Le Quotidien du Midi)
Ident. Nr.: NG MB 91/2000
ObjID: obj:960804
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1914
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Stillleben mit Pfeife (Le Quotidien du Midi)Originaltitel: Nature morte à la pipe (Le Quotidien du Midi)Übersetzung: Still Life with Pipe (Le Quotidien du Midi)
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Galerie Kahnweiler, Paris,
1914Beschlagnahmung: Französischer Staat,
1914 - spätestens 1923Auktion: Hôtel Drouot, Paris,
13.6.1921Auktion: vermutlich Hôtel Drouot, Paris,
396154Galerie Simon, Paris,
396155César de Hauke, Paris,
- Februar 1947Kommission: Galerie M. Knoedler & Co., New York,
Januar 1947 - Februar 1947Kauf: The Hyde Collection, Glens Falls, New York,
Februar 1947 - 1969Hirschl and Adler Galleries, New York,
396159Norton Simon Foundation, Pasadena, Los Angeles,
396160Eugene V. Thaw, New York,
1981Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
1981–2000 - Material / Technik
- Schwarze Kreide, Kohle und Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 33 x 41 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960804
Objektbeschreibung
Braque hat das Gemälde „Stillleben mit Pfeife (Le Quotidien du Midi)“ wahrscheinlich im Frühjahr 1914 geschaffen. Als er im August desselben Jahres zum Kriegsdienst einberufen wurde, endete auch die fruchtbare Zusammenarbeit mit Pablo Picasso, und die Phase des Kubismus im engeren Sinne war vorbei. In diesem Gemälde führte Braque fort, was er und Picasso seit etwa 1912 mit dem sogenannten synthetischen Kubismus erprobt hatten, nämlich durch Schichten und Hinzufügen von Elementen den Bildraum zu füllen (vgl. „Stillleben mit Glas und Zeitung“, NG MB 90/2000). So finden wir hier die rechteckigen, übereinandergelegten Flächen wieder, die großen Buchstaben in der Bildmitte, die sich zu dem Zeitungstitel „Le Quotidien du Midi“ ergänzen ließen, und das einzige klar gegenständlich abgebildete Objekt, ein Pfeife. Wie ein Rauchwölkchen darüber schweben in einen siegelartigen Kreis gefasst die Buchstaben „Eau de vie“, Schnaps. Wer dieses Stillleben räumlich verorten möchte, kann es mit Zeitungslektüre und leiblichem Genuss im Kaffeehaus versuchen. Wie bereits im „Stillleben mit Glas und Zeitung“ erkennt man auch hier die in meisterlicher Trompe-l’Œil-Manier gemalten Holzimitationen, die erst bei nahem Herantreten als solche und nicht als aufgeklebte Holzplatten zu erkennen sind. | Hans Jürgen Papies und Gabriel Montua
Letzte Aktualisierung: 20.05.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen