Gitarre und Zeitung
Ident. Nr.: NG MB 27/2000
ObjID: obj:965756
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1916
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Gitarre und ZeitungOriginaltitel: Guitare et journalÜbersetzung: Guitar and Newspaper
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Miriam Hopkins, Los Angeles,
395585Buchholz Gallery - Curt Valentin, New York,
395586Sidney Brody, Los Angeles,
um 1950 - 1971vermutlich Frank Perls Gallery, New York,
395588Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
1971–2000 - Material / Technik
- Öl und Sand auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 101 x 66 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965756
Objektbeschreibung
Mit seinem Motiv von Gitarre und Zeitung erinnert dieses großformatige Stillleben an die Bilder, die Picasso gemalt hatte, als er am Anfang des Jahrzehnts in schöpferischer Symbiose mit Georges Braque stand und beide gemeinsam den Kubismus entdeckten. Tatsächlich vermutet Richard Kendall im Katalog zum Londoner Gastspiel der Sammlung Berggruen, Picasso habe das Bild zwischen 1911 und 1913 begonnen (Van Gogh to Picasso. The Berggruen Collection at the National Gallery, Ausst.-Kat., London, 1991, S. 126). Die in dünnem Farbauftrag gemalten grauen Farbflächen wären demnach schon vorhanden gewesen, als Picasso 1916 die kräftigeren, mit deckender Farbe bemalten Flächen sowie drei mit wirklichem Sand bedeckte Felder in die Mitte des Bildes setzte. Ihre Farbdichte und ihre zentrale Position heben sie wörtlich von den grauen Feldern der Peripherie ab. Picasso setzte noch einen weiteren Trick ein, damit die Gitarre uns als zuoberst liegend erscheint: Auf dem schwarzen Feld wird eine ihrer Körperhälften links durch einen Nebel von violetten Punkten umrissen. Ähnliche Punkte, diesmal graue, finden sich in weiteren Feldern links und oberhalb der Mitte. Gerade Letztere wirken, als würden sie vom Hals und vom Kopf der Gitarre überdeckt werden. Folglich erscheinen uns die Punktmuster insgesamt als weiter von der Bildoberfläche entfernt, der Gitarrenkörper gewinnt links also an Volumen. Obwohl wir es nur mit nebeneinanderliegenden Flächen zu tun haben, entsteht auf diese Weise der Eindruck von Tiefe im Bild. | Gabriel Montua
Letzte Aktualisierung: 17.07.2026
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Einrichtung:
Museum Berggruen