Lebkuchen-Bild
Ident. Nr.: NG MB 131/2000
ObjID: obj:967705
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1925
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Lebkuchen-BildÜbersetzung: Gingerbread PictureOriginaltitel: Peperkoek
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1940Kommission: Galerie Alfred Flechtheim, Düsseldorf/Berlin,
1927–1930Kommission: Galerie Flechtheim, Düsseldorf/Berlin,
1930–1932Nachlass/Vermächtnis: Lily Klee, Bern,
1940–1946Klee-Gesellschaft, Bern,
1946–1947Nierendorf Gallery, New York,
1947Carlo Frua de Angeli, Mailand,
frühestens 1947 - 1954Galerie Feilchenfeldt, Zürich,
1954–1957Werner Josten, New York,
1957Eugene Victor Thaw & Co., New York,
396691Stephen Mazoh & Co., Rhinebeck,
396692Acquavella Galleries, New York,
396693Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
1988–1990Kommission: David Carritt Ltd./Artemis Fine Arts, London,
1989BIGI Co., Ltd./Yuji Okusu, Tokyo,
1990–1998Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
17.11.1998–2000 - Material / Technik
- Öl und Tuschfeder auf Strukturtapete
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 21,8 x 28,8 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967705
Objektbeschreibung
Motivisch ging es Klee in der Phase, in der dieses Bild entstand, um etwas anderes als Lebkuchen: Die drei in der Nummerierung des Künstlers ihm vorausgegangenen Werke zeigen alle Blumen, und auch das vorliegende Gemälde wurde von Klee als „Fest der Pflanzen“ inventarisiert, bevor er den Titel durchstrich und durch „Lebkuchen-Bild“ ersetzte. Das Herstellungsverfahren ist hier anders als bei den Vorgängern: Klee überzog einen mit Gips grundierten Karton mit einer Tapete, in welche ein Muster eingepresst ist. Das Resultat erinnert an die „papiers collés“ (geklebten Papiere) von Georges Braque, Pablo Picasso oder Juan Gris (vgl. zum Beispiel Picassos „Gitarre, Glas, Vieux-Marc-Flasche“, 1913; Musée Picasso, Paris), in denen die Kubisten gemusterte Tapeten in ihre Arbeiten integrierten oder ein haptisches Material einsetzten, um Essbares darzustellen, etwa Sägespäne zur Gestaltung einer Traube (Picasso, „Nature morte à la grappe de raisin“, NG MB 24/2000). Ist in Klees Gemälde die Oberfläche durch die Strukturtapete bereits uneben, so sprengen die Motive den Bildraum noch weiter auseinander: Pflanzen in verschiedenen Größen, überwiegend rund, und einzelne oder in Serie angelegte geometrische Formen, überwiegend eckig, werden von schwarzen, mit der Tuschfeder gezogenen Linien getrennt. Letztlich ist es die braune Farbe, die die Assoziation zu Lebkuchen trägt, gleichzeitig aber auch Klees ursprüngliche Idee unterstützt und die Erde bedeuten kann, aus der die dargestellten Pflanzen herausbrechen. | Gabriel Montua
Letzte Aktualisierung: 25.03.2026
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Einrichtung:
Museum Berggruen