Et les femmes volcaniques relèvent et agitent, d'un air menaçant, la partie postérieure de leur corps
Ident. Nr.: SSG 86
ObjID: obj:1065458
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Et les femmes volcaniques relèvent et agitent, d'un air menaçant, la partie postérieure de leur corpsUnd die aufbrausenden Frauen heben und schütteln bedrohend den hinteren Teil ihres Körpers / Collage zu "La femme 100 têtes"Übersetzung: And the Irascible Women Lift and Shake their Backsides in a Menacing Way
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Collage, Druckfarbe auf Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 20,5 x 20,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065458
Objektbeschreibung
Nachdem sich Max Ernst in den 1920er Jahren primär der Technik der Frottage und der Ölma-lerei zugewandt hatte, kehrte er Ende des Jahr-zehnts zur Collage zurück. Mit La Femme 100 têtes, wahlweise als ›die hundertköpfige Frau‹ oder lautmalerisch als ›kopflose Frau‹ zu verstehen, Rêve d’une petite fille qui voulut entrer au Carmel und Une Semaine de bonté erschienen zwischen 1929 und 1934 vom Umfang her ganze Collage- Roma ne. Ernst hatte in dieser Technik bereits Einzelblätter geschaffen, bevor er mit La Femme 100 têtes eine Serie von 145 Blättern, zu denen auch das vorliegende gehört, entwickelte. Diese unter-scheiden sich in Quellenmaterial, Zusammen-stellung und Bilddichte deutlich von den Papier-arbeiten der frühen 1920er Jahre. Ernst be-diente sich zwar erneut Literatur jedweder Richtung des 19. Jahrhunderts: Romane, wis-senschaftliche Bücher zur Biologie, Physik, Philosophie und Psychologie, nutzte hier aber die vorgefundenen Illustrationen zusammen-hängender. Dies erklärt auch den gänzlich anderen Aufbau der Collagen aus der DADA-Phase. Ausgangslage der Romancollagen waren meistens Blätter, die bereits über eine flächenfüllende Raumdisposition verfügten, die jedoch durch das Hinzukommen der Ernst-schen Fremdkörper auf gebrochen wurde. Zwar werden auch hier zusammenhanglose Gegen-stände verknüpft, da es sich aber größtenteils um figurative Darstellungen handelt, ist der Identifikationsgrad beim Betrachter höher. Es entstehen Traumwelten von bestrickender bis verstörender Poesie, die einen unwidersteh-lichen assoziativen Sog entwickeln, je länger man sich in sie vertieft. | Katharina Wippermann
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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