La comédie de la mort
Ident. Nr.: SSG 73
ObjID: obj:1065601
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1935
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: La comédie de la mortDie Komödie des TodesÜbersetzung: The Comedy of Death
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Farbiger Reproduktionsstich, Collage
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 30,2 x 26,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065601
Objektbeschreibung
Der in einem Pariser Vorort geborene Dichter Paul Éluard schloss sich 1919 den Künstlern des französischen Surrealismus um André Breton an. Im gleichen Jahr nahm er auch seine Mitarbeit an der Zeitschrift „Littérature“ auf. Mehr als 70 seiner Gedichte wurden zu seinen Lebzeiten veröffentlicht, das wohl nur wenige Blätter umfassende grafische Werk ist indes weitgehend unbekannt geblieben. Dennoch waren Bilder für Éluard sowohl sprachlich als auch zeichnerisch ein wichtiges Element zur Visualisierung seiner Themen. Der Dichter arbeitete über längere Zeit mit Max Ernst zusammen und gab mit diesem gemeinsam 1921 und 1924 zwei illustrierte Gedichtbände heraus. Liebe und besonders der Tod bilden die Hauptmotive seiner Lyrik, so auch in „Le cinquième poème visible“ : „[…] Je vis dans la misère et la tristesse et je résiste / Je vis malgré la mort. […] (Ich lebe in Elend und Kummer und ich halte es aus / Ich lebe trotz des Todes.)“ Auch stellt Éluard sich selbst oft in den Mittelpunkt seiner Schilderungen und beschäftigt sich in zahlreichen Gedichten wie auch in der Collage „La comédie de la mort“ vielleicht mit der schmerzhaften Trennung von seiner Frau Gala, die ihn verließ, um Salvador Dalí zu heiraten. Als Anregung für die Darstellung von „La comédie de la mort“ kann ihm aber auch der gleichnamige Gedichtband des Schriftstellers Théophile Gautier aus dem Jahre 1838 gedient haben. Darin treten in einer Reihe schauerlicher Visionen Raffael, Faust, Don Juan und Napoleon nacheinander auf und werden über die Rätsel des Lebens und des Todes befragt. | Melanie Wilken
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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